Roundnet, vielen auch als Spikeball bekannt, ist ein schnelles Spiel, bei dem zwei Teams, ein Ball und ein kleines rundes Trampolin zum Einsatz kommen. Es kann auf fast jedem Untergrund gespielt werden und fordert Reaktionsvermögen, Beweglichkeit und Kondition heraus.
Simon, der seit vier Jahren bei Solarlux in der Alu-Produktion arbeitet, hat während der Corona-Pandemie mit Roundnet angefangen – und genau in dieser Zeit hat ihn das Roundnet-Virus voll erwischt. Die Beschränkungen während der Pandemie ließen es zu, dass sich vier Personen aus zwei Haushalten im Freien treffen konnten – perfekt für Roundnet. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin begann er gegen befreundete Paare zu spielen – der Beginn einer großen Leidenschaft.
Wie funktioniert Roundnet?
„Die Regeln sind ähnlich wie beim Beachvolleyball“ erklärt Simon und erläutert: „Jedes Team hat maximal drei Ballkontakte, mit dem dritten Ballkontakt muss der Ball auf das Netz – und damit zum Gegner – gespielt werden. Nach der Angabe gibt es keine Seiten mehr, es wird sehr dynamisch 360° um das Netz herumgespielt. Gezählt wird bis 15 und für den Sieg braucht man zwei Gewinnsätze.“
Das Netz hat einen Durchmesser von 91 cm und ist damit eigentlich recht klein, der Raum rund um das Netz ist jedoch unbegrenzt und eröffnet den Teams jede Menge taktische Möglichkeiten. „Das Lesen des Balls ist eine wichtige Fähigkeit beim Roundnet. Wenn man ahnt, wohin der nächste Ball fliegen wird, hat man etwas mehr Zeit, sich richtig zu positionieren.“, erzählt Simon.
„Etwas mehr Zeit…“?
Seht im Video, was das tatsächlich beim Roundnet bedeutet.
Nach der Pandemie gründete Simon gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin nicht nur die Roundnet-Sparte in ihrem Sportverein, dem Spielverein 16 in Osnabrück und organisierten große Turniere, sondern sie leiteten auch gemeinsam einen Hochschulsportkurs. „Roundnet ist im Hochschulsport sehr verbreitet, die ganze Community ist vom Alter her sehr studentisch geprägt.“
„Mit meinen 33 Jahren bin ich eher ein Oldie…“ sagt Simon lächelnd – obwohl er in der 2. Bundesliga spielt. Auf die Frage, was ihm beim Roundnet besonders wichtig ist, hat Simon direkt eine Antwort parat: „Es gibt bei uns die offizielle Regel Don’t be a jerk, was soviel bedeutet wie „Sei kein Idiot“. Beim Roundnet wird in der Regel ohne Schiedsrichter gespielt, Fairplay ist das oberste Gebot – und das klappt auch sehr gut. Bei hochrangigen Spielen, bei denen es auch um Geld geht, gibt es sogenannte Observer, die bei Streitfragen eingreifen, aber die unteren Ligen kommen sehr gut ohne aus. Das ist etwas, was ich sehr schätze.“
Wer Roundnet ausprobieren möchte, kann sich direkt an Simon wenden oder Kontakt zum Verein aufnehmen

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